Verfasst von: dawncycling | 1. August 2013

Belchen Safari

Bericht zur „Belchen satt“ Super-Randonnée Eröffnungsfahrt
vom 26.07. – 28.07.2013

Nachdem nun schon ein paar Jahre die Brevet-Serie im Frühjahr zu einer festen Routine bei mir geworden ist traf mich die Neuigkeit über eine „neue Form des Langstreckenfahrens” wie ein Blitz. Die Jungs von ARA Breisgau haben einen „Bergbrevet” erschaffen der einen schon beim Anblick des Höhenprofils erzittern lässt. Dieser sogenannte Super-Randonnée führt über alle namhaften Belchen (frz.: Ballon) rund ums Dreiländereck (sechs Stück insgesamt) und hat eine Länge von 600 Kilometer und 12.000 Höhenmeter. Eigentlich war mir schon beim Lesen der ersten Ankündigung klar, dass ich bei der Einweihungsfahrt vom 26.-28. Juli 2013 dabei sein musste 😉

Nun kann man solch eine Langstreckenfahrt mit verschiedenen Strategien angehen. Z.B. fahre ich bei den „normalen” Brevets gerne mit dem Ziel mit der schnellsten Gruppe bis ins Ziel zu fahren. Dass ich mich dabei gerne auch mal selbst durch zu schnelles Fahren etwas „abschieße” gehört da meist auch dazu. Da solch eine Fahrweise bei einem „Bergbrevet” aber gar nicht passt hab ich mir im Vorfeld die Strategie zurechtgelegt, die Strecke möglichst autonom in meinem ganz eigenen Tempo zurückzulegen und dabei sogar noch etwas Reserven übrig zu lassen und im Zweifel lieber langsamer zu fahren. Soweit die Theorie – ich war gespannt ob es mir gelingen sollte diese Strategie umzusetzen und zu wiederstehen mit den schnelleren Teilnehmern mitzufahren zu wollen…

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Einen Tag vor dem Start dachte ich, ich Spinne. Hatte ich doch glatt leichte Anzeichen einer beginnenden Sommergrippe: Halsschmerzen, Schniefnase und leichtes Schwächegefühl. Entweder bin ich vor so großen Events einfach ein übersensibler Hypochonder oder was weiß ich… Auf jeden Fall stand für mich fest nach Freiburg anzureisen und dort zu mindestens zu starten. Hatte ich doch noch immer ein schlechtes Gewissen gegenüber ARA Breisgau, weil ich den 600er Brevet dieses Jahr wegen des schlechten Wetters habe ausfallen lassen.

Anders als bei meinen bisherigen Brevets in Freiburg bin ich erst am Freitagmorgen mit dem Auto angereist. Trotz leichtem Husten und den schon erwähnten Symptomen ging es mir zu mindestens nicht schlechter und die gesundheitliche Lage war immer noch „unentschieden”.

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Beim Randonneurs-Frühstück im Augustiner in Freiburg merkte man, dass einiges anders war, als bei den üblichen Brevets. Erstens waren es nur ca. 30 Starter, zweitens waren viele Auswärtige da und drittens war die Stimmung „konzentriert und angespannt” und nicht so euphorisch wie sonst. Ob das an der unbekannten Herausforderung oder an der angekündigten Sommerhitze lag war nicht klar ersichtlich … 😉

Meine Startzeit war um 7.30 Uhr. Normalerweise fahre ich bei Brevets nie mit Musik, da ich ja aber heute autonom unterwegs sein wollt startete ich gleich mit Kopfhörern und Musik im Ohr. Westbam mit Götterstrasse sollte mich eingrooven. Und das gelang auch ziemlich perfekt denn schon ab dem ersten Anstieg war ich alleine und fuhr mein Tempo den schön gleichmäßigen Anstieg zum Schauinsland hoch. Mein Kopf war sofort frei und ich freute mich an dem Weg der vor mir lag!

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Zum Streckenabschnitt im Schwarzwald gibt es eigentlich nicht viel zu berichten. Außer vielleicht, dass der Anstieg von Schönau aufs Tiergrüble sehr schön und der Anstieg hinter Todtmoos in der Sonne umso weniger schön war.

Wenn man alleine unterwegs ist kann und muss man sich sehr genau überlegen wo und wann man Verpflegungspausen macht. Ich hatte mir schon im Vorfeld überlegt, dass ich in Laufenburg das erste Mal was Richtiges essen wollte. Überraschenderwiese erwartete mich dort Jochen Hofer, ein Randonneuerskollege der nicht selbst mitgefahren ist, mit einer spontanen Getränke-Nachfüllstation – Super Idee! Während ich dort in einem Bistro noch ein warmes Baguette verspeiste erreichte mich die eine halbe Stunde nach mir gestartete Gruppe. Mein Plan mit dem langsameren Tempo schien also zu funktionieren.

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Weiter ging es ein Stück mit einem Freiburger Neu-Randonneur, dessen Namen mir inzwischen leider entfallen ist. Mein „Gesundheitszustand” war weiterhin stabil und ich beschloss jeden Gedanken daran ab sofort zu ignorieren und einfach weiterzufahren.

Ab jetzt war ich im Jura unterwegs – und das war auch sofort zu spüren. Die steilen Wellen ab Frick kann man sehr schlecht in Worte packen – man muss sie am besten mal selbst „erfahren”. An der Rampe hinter Läufelingen stieg ich das erste Mal ab und schob mein Rad. Bevor ich mir Knie und Sehnen überbelaste gehe ich im Zweifelsfall lieber ein paar Meter zu Fuß – „in der Ruhe liegt die Kraft”!

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Am Gasthaus Oberbölchen (nahe dem Schweizer Belchen) versammelten sich dann etliche Fahrer aus den verschiedenen Startgruppen zu einem dringend notwendigen Getränkestopp. Nach einem alkoholfreien Bier und einem großen Cola machte ich mich dann aber schon recht bald wieder alleine auf den weiteren Weg. Zum einen war mir (noch) nicht nach rumhocken und zum anderen hatte ich mir vorgenommen in Grenchen die Verpflegung für die Nacht einzukaufen. Und da dies je nach den örtlichen Ladenöffnungszeiten etwas knapp werden könnte wollte ich auch keine unnötige Zeit verplempern.

Der nächste Streckenabschnitt war mir vom Freiburger 300er Brevet gut bekannt. Also wählte ich etwas theatralische Musik in meinem MP3 aus (müsste Mono Inc. gewesen sein) und pedalierte fröhlich auf den nächsten Pass zu. Der Weissenstein Pass ist schon ein ganz krasses Teil! Wir fuhren in zwar „nur” von der flachen Seite hoch, aber auch das reichte für mich um größere Stücke davon mein Rad zu scheiben. Während ich so mein Rad schob wurde mir dabei im Schweiße meines Angesichts klar, dass diese Tour eindeutig kein Kinderfasching sondern eine der epischsten und härtesten Herausforderungen ist, die es in Europa für Hobby-Radsportler gibt!

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Nach dem beschwerlichen Weg nach Oben kam dann noch eine Abfahrt die alles andere als erholsam war. Mit über 20% Gefälle und ruppigem Asphalt schmerzten meine Hände vom Bremsen schon nach ein paar Kehren. Ich musste in der Abfahrt zwei Mal anhalten um meine verkrampften Hände auszuschütteln. Einem anderen Teilnehmer sind in dieser Abfahrt beide Reifen wegen heiß gebremster Felgen geplatzt.

Nach dem Weissenstein erreichte ich Grenchen und war froh, dass die Supermärkte noch geöffnet hatten (unter der Woche bis 21:00). Also kaufte ich mir Caschew-Nüsse und Nimm 2-Lachgummis. Danach fand ich sogar noch einen McDonalds und schlug dort kräftig zu. Während meiner Pause sah ich keinen der anderen Teilnehmer an mir vorbeiradeln.

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Nach meiner Pause ging es auf direktem Weg auf den höchsten Punkt der Tour, dem Chasseral (1607m) zu. Ich erhaschte gerade noch die letzten Sonnenstrahlen über den Jura-Hauptkamm und bekam eine richtige Gänsehaut als der Chasseral Sendeturm majestätisch über mir zum Vorschein kam. Was für ein magischer Berg – ich machte mir auf der Auffahrt Gedanken darüber, ob man dem Chasseral nicht die „Ehren-Belchen-Würde” überreichen könnte. Der Anstieg war für mich gut zu fahren und ich war mental inzwischen in einer Art meditativem Trance Zustand angekommen. In den Ohren hatte ich inzwischen die sphärischen Klänge von Sigur Ros.

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Nach dem Kontroll-Foto und einer halben Tüte Lachgummis war ich leicht verdutzt wo denn die anderen Teilnehmer blieben. Ich wartete an der Kreuzung noch ca. 15 Minuten auf die anderen Mitfahrer – irgendwie stellte ich mir die Alleinfahrt durch die Nacht etwas langweilig vor. Als niemand kam machte ich mich trotzdem wieder alleine auf den Weg. Irgendwie ärgerte ich mich aber darüber, dass ich nun als Solofahrer an der Spitze des Teilnehmerfeldes fuhr und die Strecke doch eigentlich bewusst behutsam angehen wollte. Irgendetwas war hier schief gelaufen 😉

Der Anstieg hinter Saint-Imier entpuppte sich als weniger schwierig als befürchtet. Dafür war der Abschnitt durch das tief eingeschnittene Doubs-Tal wieder ein absoluter Hammer! Nach einer gnadenlosen Abfahrt folgte ein Anstieg den ich komplett hochgeschoben habe. Mir macht das Schieben garnichts aus und ich finde, dass es sogar positive Effekte hat. Man entlastet den Hintern für eine Zeit und lockert seine Beinmuskulatur etwas. Nicht ohne Grund fahre ich am Brevet-Rad schon immer mit Mountainbike-Pedalen und Schuhen.

In der Abfahrt nach Saint-Hippolyte übermannte mich ich ein richtiger Gähn-Anfall. Ich musste richtig laut aus vollem Halse und zigmal hintereinander gähnen. Wenn mich dabei jemand beobachtet hätte, hätte er sicherlich einiges zum Lachen gehabt 😀

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Als ich dann Saint-Hippolyte an einer Bank mit einem „kuscheligem” Vorraum vorbeiradelte überlegte ich nicht lange und legte mich für ca. eine halbe Stunde dort zum Schlafen ab. In solchen Momenten reichen nur ein paar Momente „Power-Nap” aus und man ist (fast) wiederhergestellt. Als ich aus dem Augenwinkel endlich ein paar andere Teilnehmer vorbeirauschen sah machte ich mich so langsam wieder startklar. Und so radelte ich in den Sonnenaufgang des zweiten Tages hinein auf der Suche nach den Radlern die gerade an mir vorbeigeradelt waren.

An der nächsten Kontrolle in Glainans kam dann Andreas alleine von hinten angeradelt. Er war einer derjenigen die mich „im Halbschlaf” überholt hatten. Seine Mitfahrer hatten sich in Saint-Hippolyte auch zum Schlafen hingelegt, wo er aber keine Lust dazu hatte. Ich freue mich endlich wieder etwas Begleitung zu haben und frühstückte mit Andreas in L’Isle-sur-le-Doubs erst mal in der nächsten Bäckerei. Im Gespräch mit Andreas kam auch heraus, warum ich keine Mitfahrer auf dem Chasseral zu sehen bekam. Die sind als größere Gruppe in Grenchen zum Pizzaessen gegangen. Und so was dauert logischerweise immer etwas länger.

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Auf dem weiteren Weg nach Lure kamen noch Ralph und Wolfgang von hinten angeradelt. In Lure beim zweiten Frühstück war die mentale Situation dann leicht desolat: Morgens um 8:00 Uhr war es schon heiß und schwül, Wolfgang schmeckte der Cafe nicht, Andreas war das Glas für seine Cola zu dreckig und mir schmeckte mein Croissant nicht. Und auf Anstiege zu fahren hatte irgendwie auch keiner mehr von uns richtig Lust 😀

Ich machte mich mit Andreas auf den Weg in die Vogesen. Wie sich im Gespräch rausstellte war er deutlich mehr „Sportler” als ich und war dieses Jahr schon beim Glocknerman am Start gewesen. Bergauf fuhr er in einer anderen Liga und so trennten sich schon im unteren Teil des Aufstieges zum Ballon de Servance unsere Wege wieder. Ich bevorzugte es weitere „Wanderpunkte” zu sammeln und schob mein Rad während Andreas die Steigung mit lockerem Tritt hochfuhr. Es wurde immer heißer, was auf dem gut bewaldeten oberen Teil des Anstieges aber (noch) nicht viel ausmachte. Die Abfahrt war dann wieder eine der heftigeren mit verkrampften Händen und allem Drum und Dran.

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Während ich mich in einem Supermarkt im Tal mit Sandwiches verpflegte kamen Ralph und Wolfgang angeradelt um hier auch Pause zu machen. Inzwischen war es schon so heiß geworden (ich schätze deutlich über 35° Grad), dass ich mir ernsthafte Gedanken über die weitere Fahrt machte. Ich war noch nie ein Freund von extrem heißem Wetter gewesen und wäre unter normalen Umständen bei solchem Wetter sicher nicht auf mein Rad gestiegen. Ich war völlig planlos wie ich damit umgehen sollte und hatte keine passende Strategie parat. Ich wusste aber, dass ich genügend Reserven auf das Zeitlimit hatte um auch den ganzen Nachmittag irgendwo im Schatten zu vertrödeln. Zu diesem Zeitpunkt ging mir der Ohrwurm „Man sagt die Revolution werde zuletzt den Tod abschaffen“ nicht mehr aus dem Kopf – und so sang ich ihn eine ganze Weile vor mich hin.

Der Anstieg zum Ballon d‘ Alsace war in der prallsten Mittagshitze unerträglich. Ich versuchte mich zwei Mal im Schatten hinzulegen. Wegen der lauten Motorradfahrer und fehlender Wasserversorgung hatte ich da aber keinen Spaß dran. Also radelte ich Stück für Stück zum Gipfel hoch. Oben hatte ich immer noch keinen Plan was ich machen sollte bzw. wie es weitergeht, aber immerhin gab es Eis und kalte Getränke.

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Im Anstieg zum nächsten Pass dem Col du Page fand ich dann endlich die perfekte Lösung für mich: ein schnuckeliges Brunnenhäuschen im Schatten am Ortsausgang von Bussang. Dort döste ich über eine Stunde vor mich hin. Ich hatte dabei einen schönen inneren Frieden und wusste, dass ich für mich das richtige machte! Als es gegen 17:00 endlich zu mindestens ein bisschen weniger sonnig wurde machte ich mich wieder auf den Weg.

Im Tal vor dem Grand Ballon kamen von hinten auf einmal wieder Ralph und Wolfgang angeradelt. Ich vermutete sie weit vor mir, aber auch sie hatten die heißesten Stunden des Tages vermieden und in einem klimatisierten Supermarkt Zuflucht gesucht. Zusammen begannen wir den Anstieg zum Grand Ballon. Dieser war von der Steigung gerade so an der Grenze des für mich noch fahrbaren. Ich würde mal so auf konstante 10% Steigung tippen. Lediglich auf dem letzten Abschnitt sammelte ich das letzte Mal für diese Tour nochmals ein paar „Wanderpunkte”. Die Abendstimmung war sehr schön und je näher ich dem Gipfel kam, umso mehr stellte sich das tolle Gefühl ein, dass ich die Tour schaffen würde.

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Da ich mich für die Weiterfahrt noch mit einem Bier und einer Tarte in der Ferme Auberge stärken wollte fuhren Ralph und Wolfgang schon mal alleine weiter. Doch auch ich verharrte nicht lange und machte mich auf der Route des Crête auf den weiteren Weg. Der Petit Ballon zog sich zwar ziemlich in die Länge, war aber auf Grund seiner moderaten Steigung sehr angenehm zu fahren.

Am Himmel gab es immer mehr Blitze und ein heißer und böiger Wind umwehte mich. Im Anstieg zum letzten Pass wurde mir dadurch so schwindelig, dass ich mich lieber am Straßenrand für ein paar Minuten zum „Power-Nap” einfach auf den Boden hinlegte. Wenn man müde ist kann man überall schlafen 😉

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Nachdem der letzte Pass bewältigt war, mussten nur noch 50 flache Kilometer durchs Rheintal zurückgelegt werden, um wieder in Freiburg zu sein. Als ich das Rheintal erreichte war die Luft noch sehr extrem heiß. An einem Thermometer las ich, dass es 32 Grad hatte – und das Nachts um 1:30 Uhr! Ich verzehrte noch ein Gel, die letzten Cashews und eine Dosis Koffein. Im MP3 Player wählte ich noch die „antriebstärkste Musik“ die darauf gespeichert war.

Inzwischen hatte sich bei mir schon so eine tiefe Zufriedenheit breit gemacht, dass ich die 12.000hm bewältigt hatte, dass mir meine körperlichen Zipperlein zu diesem Zeitpunkt nichts mehr ausmachen konnten: Die Handballen schmerzten von zu langem fahrem mit nassen Handschuhen so derart, dass ich den Lenker fast nicht mehr halten konnte. Das Sitzen auf dem Sattel machte mir auch schon lange keinen Spaß mehr sondern tat inzwischen ziemlich weh.

Die schönsten Meter der gesamten Tour waren für mich dann die letzten Meter auf dem Dreisam-Radweg nach Freiburg hinein. Dieses tolle Gefühl, dass man auf solch einem „Zieleinlauf“ hat ist einfach unbeschreiblich. I live for these Moments!

Im Ziel am Martinstor wartete dann gegen 4:30 Uhr kein Empfangskomitee sondern nur betrunkene Studenten. Ich blieb dort noch über zwei Stunden still in einer Ecke gekauert sitzen um diese einmalige Stimmung tief in mich einzusaugen…

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Fazit:

Ich bin über das Erreichte sehr glücklich und zufrieden. Nicht nur über das erfolgreiche Bewältigen der Distanz bzw. der Höhenmeter sondern auch mit dem „wie ich die Strecke bewältigt habe“ bin ich sehr zufrieden. Die konsequent selbstbestimmte Fahrweise war für mich eine wirklich positive Erfahrung. Mit einem Maximalpuls von 142 Schlägen (den ich auch nur mal ganz kurz erreicht hatte – siehe hier) bin ich die ganze Zeit in meinem Grundlagen- / Rekombereich unterwegs gewesen. Das hat sich auch daran bemerkbar gemacht, dass ich an den Tagen danach nahezu keinen Muskelkater in den Beinen hatte. Das ich trotz einer solch behutsamen Fahrweise auch mal als Erster unterwegs war lag in erster Linie daran, dass ich als Einzelfahrer meine Verpflegungspausen wesentlich effektiver genutzt hatte.

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Die Strecke ist magisch und episch – ein Meisterwerk vom Streckendesigner Urban! Wenn man sich einmal in den Bann der Belchen begeben hat, gibt es (fast) kein Entrinnen mehr. Die Höhenmeter werden nicht nur mit den Beinen sondern vor allem mit dem Kopf bezwungen. Man muss den Mut aufbringen richtig langsam zu fahren. Wer all die steilen Rampen durchfahren will dem empfehle ich eine 1:1 Übersetzung. Ich hatte 34/30 was mir an einigen Stellen nicht gereicht hat. Ansonsten sind Mountainbike-Schuhe eine gute Empfehlung beim „Wanderpunkte“ sammeln 😉

Eine besondere Erfahrung war auch die extreme Hitze am Samstag gewesen. Man musste eine Strategie entwickeln damit umzugehen. Dabei hab ich gelernt, dass man sich bedenkenlos sehr viel Wasser über den Kopf schütten kann, aber niemals die Radhandschuhe regelmäßig in kühlende Brunnen tauchen sollte. Dies erzeugt nämlich über die Zeit Schrumpelhaut an den Händen was bei weiter andauernder Belastung zu sehr heftigen Schmerzen führt.

Distanz: 622,2 km
Höhenmeter: ~ 13.000 m
Brutto-Fahrzeit: 45:05
Netto-Fahrzeit: 35:20
Meine Kontrollfotos: Teil 1 / Teil 2

Track:
GPSies - Belchen Satt 2013

Aufzeichnung:

Weitere Beiträge zu „Belchen satt“:

Video von Ralph Schwörer:

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Responses

  1. Herzliche Gratulation!
    Wenn es Dir gefallen hat, kannst Du auch schöne Super Randonnées in Frankreich fahren:
    http://www.audax-club-parisien.com/EN/index.php?showpage=424

    • Danke für den Link. Ich werde mich sicherlich an der einen oder anderen Super Randonnée in Frankreich in den nächsten Jahren versuchen.

  2. Super video ! Danke

  3. Danke für den tollen Bericht! Ich taste mich langsam an die Langstrecken heran und finde solche Texte dabei unglaublich motivierend! 🙂

  4. Klasse! Danke für den lebendigen Bericht!


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