Verfasst von: dawncycling | 10. April 2012

Osterausflug zu den Hohloh-Gnomen

Inzwischen ist es schon zu einer kleinen liebgewonnenen Tradition geworden an Ostern eine (knackige) Radtour nach Kaltenbronn zu machen. Der Hohloh bzw. der Schwarmiss Pass gehören mit knapp 1000 Metern Höhe zu den höchstgelegenen Zielen im Nordschwarzwald. Bin ich die ersten Jahre mit dem Rennrad die „Kaltenbronner Wand“ im Morgengrauen hochgefahren, so hab ich letztes Jahr das erste Mal, das damals neue, MTB verwendet. Allerdings hatte ich damals aus Zeitmangel 8km vor dem Ziel wieder umdrehen müssen.

Dieses Jahr wollte ich den Hohlohturm aber auf jeden Fall mit dem MTB sehen und hab auch für den Rückweg eine andere Route als den Hinweg ausgearbeitet. Entgegen meiner Gewohnheit bin ich am Ostersamstag um kurz vor 7:00 Uhr erst nach dem Sonnenaufgang in Maulbronn gestartet. Da es bei uns vor dem Ostersonntag noch keine hartgekochten Ostereier gibt, musste mir dieses Jahr ein Honigbrötchen die notwendige Startenergie geben.

Die Strecke beginnt sehr wellig da zunächst einige Täler zu queren sind. Verglichen mit diesen Wellen ist der eigentliche Anstieg in den Schwarzwald richtig einfach zu fahren – niemals steil und schön gleichmässig. Das Wetter war eher trüb, kühl und leicht feucht. Bei solch „totem Wetter“ radle ich eigentlich ziemlich gerne da man da prima seine Gedanken ohne Ablenkungen schweifen lassen kann. Als kurz vor Dobel das erste mal leichter Schneegriesel vom Himmel fiel wurde dieser friedliche Zustand etwas gestört. Nach einer Weile hatte ich mich aber daran gewöhnt und begann sogar Gefallen an den surrealen Bildern vor meinen Augen zu finden. Kurz vor Kaltenbronn lockerte der Himmel dann etwas auf und einzelne Sonnenstrahlen verirrten sich durch die Schneegriesel-Wolken:

Schneegriesel vor Kaltenbronn

Falls es Gnome, Elfen und andere Fabelwesen gibt, so wird man sie ziemlich sicher rund um den Hohlohturm bei Kaltenbronn finden können. Dazu sollte man allerdings unbedingt die Straße verlassen und ihren Spuren in den Wald folgen.

Hohlohturm 2012

Nach dem Hohlohturm folgte ich deshalb den Gnom-Spuren zu einer beeindruckenden Hochmoor-Landschaft. Der Wildsee hinter Kaltenbronn ist der größte Hochmoorkolk Deutschlands und steht seit über 60 Jahren unter Naturschutz. Die Moorlandschaft wird von einem durch den Schwarzwaldverein angelegten Bohlenweg durchzogen (Länge 1,7 Kilometer). Die Bohlen sind nur am Anfang des Weges neu und wurden schon nach einem kurzen Stück extremst rutschig. Da zwischen den Bohlen auch immer wieder größere Lücken klafften, in die man leicht das Vorderrad „einfädeln“ konnte, kann es nur an der Gunst der Gnome gelgen haben, dass ich da ohne Sturz drüber fahren konnte. Bei feuchter Witterung oder bei vielen Fußgängern sollte man den Bohlenweg besser nicht mit dem Rad befahren. Ob mit oder ohne Rad ist dies auf jeden Fall ein sehr lohnendes Ausflugsziel!

Steg über den Wildsee

Der Rückweg war verglichen mit diesen intensiven Eindrücken am Hohlohturm eher ereignislos. Ich freute mich an dem einen oder anderen schönen Trail den ich unwissentlich mittels der Routingfunktion dieses Dienstes vorher am PC bei der Streckenplanung eingebaut hatte. Gegen Ende verzehrte das wellige Gelände meine restliche Energie und ich kam kaputt aber zufrieden wieder in Maulbronn an.

Pünktlich zu diesem Osterausflug hatte ich zwei neue Taschen von Eric aus Alaska erhalten: Einen „Gas Tank“ und einen „Mountain Feedback“. Beide Taschen sind der Hammer! Den Feedback hatte ich mit einer Packung Studentenfutter gefüllt und konnte so jederzeit ein paar Nüsse essen. Zusammen mit meinem selbstgebauten 1,5 Liter „Sugar Tank“ am Rad hat die Ernährung so gut funktioniert, dass ich erst nach der Tour bemerkt habe, dass ich ganz vergessen hatte eine Pause zu machen 😉

HOHLOH01

HOHLOH02

Track:

Aufzeichnung:

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