Verfasst von: dawncycling | 27. März 2011

Abgenabelt

Bericht zum Altmühltal-Brevet (200km) am 26.03.2011

Da dieses Jahr die Brevet-Termine gut liegen werde ich dieses Jahr zwei 200er Brevets fahren. Zunächst ging es Back-to-the-Roots zum Karl nach Osterdorf wo ich vor drei Jahren (2008) mein allererstes Brevet gefahren bin. Danach steht wieder die (fast) komplette PBP-Quali-Serie in Freiburg auf meinem Programm.

Von vor drei Jahren wusste ich noch allzu gut, dass er 200er in Osterdorf in der ersten Gruppe alles andere als „Kinderfasching“ ist. Aber um Tempohärte zu trainieren ist so was genau das Richtige! Alleine kann ich mich im Training nie dazu motivieren richtig intensiv zu fahren.

Und wie erwartet ging es nach dem Start um 9:00 Uhr gleich flott los. Mit leichtem Rückenwind flogen wir der ersten Kontrolle entgegen. Später wurde was von einem 36er Schnitt gemunkelt, ich hatte aber beim Fahren keine Zeit gehabt groß am Tacho rumzuspielen. Dranbleiben & keine Lücken lassen war meine Devise. Vorne fuhr die ganze Zeit Extremradsportler Bernd Paul im Wind. Die ganze Meute versuchte nur so gut es ging sein Hinterrad zu halten. Die erste Kontrolle erreichten wir sogar vor der auf der Stempelkarte angegebenen Minimalzeit!

Nach der ersten Kontrolle hatten einige das Bedürfnis für eine Pinkelpause und ich schloss mich da gerne an. So hielt die Hälfte der 10 Mann starken Gruppe an und die anderen fuhren mit den Worten „Wir rollen nur ganz langsam weiter!“ davon. Ganz langsam bedeutete dann in etwa statt 36km/h nur 35km/h. Ein 200er ist unbarmherzig und verzeiht keine Schwäche! Auch keine Blasenschwäche 😉

Genau an dieser Stelle hab ich vor drei Jahren schon mal ein Loch zufahren müssen, was mich damals sehr viele Körner gekostet hatte. Und so verabschiedete ich mich schon bald von dem Gedanken zu den ersten wieder aufzuschließen und fuhr alleine weiter.

An der zweiten Kontrolle erwischte ich die Gruppe aber wieder und konnte nach dem stempeln gleich mit ihnen weiterfahren. Jetzt waren wir noch zu sechst und das Bild war das gleiche wie am Anfang: Bernd Paul die ganze Zeit vorne im Wind und der Rest versuchte dranzubleiben.

Bei KM 100 in leicht welligem Gelände konnte ich dann ein Loch nicht mehr zufahren und die Gruppe war wieder weg. Bei meinen bisherigen Brevets war ich immer viel zu sehr auf das fahren in einer Gruppe fixiert. Ohne Gruppe fühlte ich mich irgendwie verloren und hilflos. Ich wusste dass dies ein reines Kopfproblem ist und wollte das schon lange mal angehen! Also nutzte ich die Gelegenheit und lies mit der Intensität nicht wirklich nach, sondern versuchte mal so gut wie es ging alleine Gas zu geben. Und je länger das so ging, desto mehr Spaß hatte ich an der Sache! Fünf Leute vor und 209 hinter mir – mal sehen wie lange es dauert bis von hinten der erste kommt. Zum Glück war auf dem Rückweg der Gegenwind schwächer als befürchtet. Als an der dritten Kontrolle bei KM 138 niemand von hinten nachkam war ich doch etwas überrascht und setzte die Strecke alleine fort.

Noch vor Eichstätt beendete der Frank aus Bayern mein Einzelzeitfahren. Zusammen fuhren wir dann bis nach Osterdorf. Da Frank seine Körner auf dem ersten Teil besser eingeteilt hat, durfte er den Großteil davon vorne fahren. Um 15:41 waren wir wieder in der Alten Schule in Osterdorf. Rund 20 Minuten nach Bernd Paul.

Mit dem Brutto-Schnitt von knapp über 30km/h war ich recht zufrieden und freue mich schon auf dem 200er in Freiburg in zwei Wochen!

GPSies - 200er Brevet Osterdorf 2011

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Responses

  1. Starker Bericht.
    Wenn einer PBP schafft, dann du.
    Gruß Gerd


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